Ausbau der Stromtrassen, Erdkabel sollen Vorrang haben

Der Bundestag beschließt, beim Ausbau der Stromtrassen in Deutschland vor allem der Erdverkabelung Vorrang einzuräumen. Zwar sind die unterirdischen Kabel erheblich teurer, doch Strommasten werden von der Bevölkerung abgelehnt.
Die verstärkte Verlegung von unterirdischen Erdkabeln soll den stockenden Ausbau der Stromtrassen in Deutschland wieder in Schwung bringen. Der Bundestag beschloss, dass beim Bau von Gleichstromleitungen die Erdverkabelung Vorrang erhält vor den deutlich preiswerteren Freileitungen. Das betrifft auch weite Teile der beiden großen Stromautobahnen "Suedlink" und "Südostpassage", die Wind- und Solarenergie von der Küste in die süddeutschen Industriezentren bringen sollen.
Die Erdverkabelung führt zwar zu milliardenschweren Zusatzkosten für Verbraucher und Unternehmen, soll aber Bürgerproteste gegen riesige Strommasten verhindern. "Der Stromleitungsbau ist ein Eckpfeiler der Energiewende", betonte der SPD-Abgeordnete Johann Saathoff im Bundestag. Dafür sei aber die Akzeptanz der Bevölkerung notwendig.

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